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FH D

Fachhochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences

 

 

FB Medien

Fachbereich Medien

Department of Media

Die FH im Rock&Pop-Museum Gronau


Ein musikalisch-technisches Meisterwerk von interdiziplinär arbeitenden Studierenden, bei dem die Fachbereiche Medien und Design sowie die Robert-Schumann-Hochschule eine entscheidende Rolle bei der Realisierung gespielt haben.


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Projektleitung:

Prof. Dr.-Ing. Dieter Leckschat

Semester:

WS 2003 - SS 2004

Projektteam:

Dipl. Ing. Wilhelm Schaffrath, Prof. Phillip Teufel, Dipl.-Des. Jan Koemmet, Prof. Werner Roth, Georg Cormann

Medien:

Video (Real Media Streaming) >>


"Trance" und "Lautstärke/Sound" - zwei technisch-akustische Experimente

 

Am 20. Juli 2004 wurde das aus einer alten Turbinenhalle umgebaute Rock- und Pop-Museum in Gronau eröffnet. Neben zahlreichen Exponaten, Tondokumenten und Filmen aus der Zeit der 20er Jahre bis heute, zeigt das Museum zwei Installationen, die in einer interdisziplinären Projektarbeit an der FH Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf konzipiert und umgesetzt wurde. Die "Trance"-Installation von Jewgeni Birkhoff und der Emotionsbereich "Lautstärke/Sound" von Steffen Dreyer.


Die Arbeit von Jewgeni Birkhoff bestand in der Komposition und Produktion einer achtminütigen 24-Kanal-Surround-Musikkomposition. Diese ist durch eine sehr ausgedehnte Surround-Sound-Anlage für Besucher unter einem großen glockenartigen Gebilde hörbar. Die einmalige Komposition wird von einem Harddisc-Recorder und 24 Lautsprechern innerhalb der Glocke wiederge geben und ist in der Lage die Hörer in andere Bewusstseinszu stände zu versetzen.



Stellen Besucher sich unter die Glocke, gewinnen sie mit Hilfe der Klangkomposition einen verträumt schwebenden Eindruck. Dieses Empfinden ist eine Art akustische Stimulation. Die Besucher set zen sich bewusst einer Geräuschkulisse aus, die hilft, aus der realen Welt auszusteigen, um so neue Eindrücke wirken zu lassen.
Doch was war genau der Hintergrund der Arbeit? Musik ist bis heute durch alle Kulturkreise ein wesentlicher Bestandteil für das Empfinden und Erleben von Trance und Ekstase. Genau dies wird eindrucksvoll durch die Installation verdeutlicht.


Jewgeni Birkhoff, beschäftigte sich dazu musikwissenschaftlich mit diesem Thema und schloss sein Studium als Ton- und Bildinge nieur mit dieser Arbeit ab. Sein Projekt wurde insbesondere durch Prof. Werner Roth, Georg Cormann (RSH, Fachbereich Ton- und Bildtechnik) und Dipl.-Des. Jan Koemmet (FH D, Fachbereich Design) betreut.
Das Innenleben der Glocke wurde von Dipl.-Ing. Wilhelm Schaffrath und den Studierenden Roland Bruns und Marc Sturhan aufgebaut. Ein eigens für diese Projekt entwickelter Schwingboden wurde von Prof. Dr.-Ing. Dieter Leckschat unter der Lautsprecherkuppel installiert. Dieser schwingt zu den gehörten Tönen aus der Glocke und verstärkt das Schwebegefühl, bzw. den "Trance"-Zustand. Dazu wurde ein Konzept erstellt und ein Prototyp im FH-Tonstudio aufgebaut und getestet, der auch so im Museum Verwendung fand.


Das zweite Projekt ist der Emotionsbereich "Lautstärke/Sound".
Er beinhaltet den Einfluss von Lautstärke auf die Wirkung von Rockmusik. Steffen Dreyer (Ton- und Bildtechnik) entwickelte im Rahmen seiner Diplomarbeit ein Sounddesign, welches diese Zusammenhänge mit Hilfe der "Auditiven Zeitreise durch die Rock- und Pop-Musik" zeigt.


Die Besucher werden natürlich nicht - wie der Titel vermuten lassen würde - gesundheitsgefährdenden Schalldruckpegeln ausgesetzt, eher zeigt sich diese Arbeit in einem intersessanten Hör-Mix aus 16 auf bereiteten Musikstücken und geschichtlichen Zeitzeugenaussagen. Diese werden innerhalb einer Surround-Sound-Installation wiedergegeben. Zusätzlich sind vier überdimensional nachgebildete Lautsprecherboxen im Raum zu finden, die per In fraschall zum "Wackeln" angeregt werden.
Da dieser Wackel-Impuls nicht hörbar ist, wird lediglich optisch der Eindruck eines überdimensionalen Bassreflexes erzeugt. Der eigentliche Effekt, den solche Boxen erzeugen würden, wird über Köperschallerreger (sogenannte Shaker), die im Boden unter den Besuchern platziert sind, erzeugt. Die Besucher erfühlen somit einen großen Bassreflex.


Betreut wurde Steffen Dreyers Arbeit von Prof. Dr.-Ing. Dieter Leckschat, der insbesondere die Gestaltung der Elektroakustik in dieser Installation vornahm (Riesenmembranen, Algorithmus zur Infraschall-Erzeugung, und wiederum die Bass-Shaker im Boden) Prof. Werner Roth initiierte für diese Installation Interviews mit Persönlichkeiten des Zeitgeschehens.


Die Installationen machen in jedem Fall einen Besuch des Muse ums lohnenswert und geben zusätzlich einen Eindruck über die vielseitige Arbeit an unserer Hochschule wieder, die in der Zusam menarbeit von Studierenden und Lehrenden entstehen kann. Die medienteschen Installationen sind in einer Dauerausstel lung zu sehen. Das Museum in Gronau zeigt somit, wie multimediale Informations- und Emotions-Vermittlung aussehen kann. Die genannten Arbeiten unterstreichen dies sehr eindrucksvoll.


Die Öffnungszeiten des Rock- und Pop-Museums in Gronau sind Mittwochs bis Sonntags von 10.00-18.00 Uhr. Montags und Diens tags wird vor allem Gruppen und Schulklassen die Möglichkeit zu einem Besuch geben. Weitere Informationen finden Sie unter der unten stehenden Web-Adresse.